Sporti’s Nummer 10 berichtet

25.08.2015

Der 23.08.2015 versprach bei 25 Grad und blauem Himmel ein herrlicher Tag zu werden. Nur die Tatsache, dass das Spiel gegen Ellerau III auf Grand stattfand, trübte meine Stimmung ein wenig. Das DFB-Camp durfte sich auf meinem geliebten Rasenteppich austoben.

Naja, wenigstens hat der Platzwart den Grand nochmal schön abgezogen und astrein gerade Linien auf die Asche gepinselt, was in der Kreisklasse ja auch nicht selbstverständlich ist. Keine Frage: Der Grand ist top! Und staubtrocken…

Schon beim Warmmachen wurde klar: Auf dem Geläuf ist nicht leicht Pass spielen. Die Übungen flutschten weder links noch rechts herum und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir alle noch gar nicht wach waren. Klar: Bei dem Wetter liege ich auch lieber am Strand. Aber wer was erreichen will, muss manchmal auch Grand einatmen. Noch schnell einen Blick zum Gegner, der beim letzten Spiel mit 2:10 unter Räder kam: „Hmm, so schlecht sehen die gar nicht aus“ Und ab in die Kabine: Trikot, Schienbeinschoner an, die letzte Motivationsrede vom Coach und ab auf den Platz.

Der Schiri nahm es nochmal ganz genau und kontrollierte alle Namen. Anpfiff! Nach den ersten fünf Minuten war mir schon bewusst, dass das Spiel ´ne ganz harte Nummer wird. Kein Spielfluss, die Abstände stimmten nicht und sowieso und überhaupt. Ein langer Ball nach dem anderen flog über meinen Kopf hinweg. Die Innenverteidiger beider Mannschaften spielten sich in einer Art „Riesenfußballtennis“ den Ball genüsslich hin und her. Für den Zuschauer eine Katastrophe. Aber für mich auch. Im Mittelfeld fanden keine Kombinationen statt und über die Außen kamen zu wenig klare Aktionen. Dann kam zum Glück die Erlösung: Nach verpatztem Abschlag von Ellerau nahm Diaz den Ball herrlich mit der Brust an und spielte den Ball im Bogen 20 m nach rechts zu Denjo, der nicht lang fackelte und das Erbe aus guten 25 m auf die Kiste holzte. Für den Torwart war der Ball zu hart geschossen und so ließ er ihn von seinen Händen ins Tor klatschen. 1:0, Gott sei Dank…

Danach kam Ellerau noch zu ein paar Chancen, aber auf beiden Seiten war nichts wirklich zwingendes mehr dabei.

Die Halbzeitpause war geprägt von Lamentieren, Diskutieren und Hadern mit dem Schiri, der für meine Begriffe tatsächlich ein wenig kleinlich pfiff. Nachdem unser Coach uns beruhigt hatte und uns darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir einen Mist zusammenspielen, gingen wir wieder auf das Feld. Devise: Keine langen Bälle mehr.

2. Halbzeit: Es hat keine 5 Minuten gedauert bis die Bälle wieder über das Mittelfeld flogen. Klar, der spielschwache Gegner war daran ebenso schuld wie wir. „Heute geht gar nichts“, dachte ich: „Hauptsache wir fangen uns kein blödes 1:1 mehr ein. Als die zweite Halbzeit zunehmend unruhiger wurde und Wortgefechte und versteckte Fouls sich häuften, war es mit dem Fußball für den Tag gelaufen. Viele Freistöße in unserer Hälfte des Spielfeldes machten mich zunehmend nervöser. Unserem starken Abwehrrecken Potsch ist es zu verdanken, dass wir in dieser Phase kein Gegentor bekommen haben, weil er jedes Ding mit seinem überragendem Stellungsspiel hinten rausköpfte. Was trotzdem durchkam, hatte unser Keeper sicher, der sich mit einer artistischen Szene, in der er aus dem Tor kam, zum Ball sprang, seine Mütze im Flug abnahm und den Ball aus der Gefahrenzone köpfte, auszeichnen konnte.

Wegen vieler Kontersituationen, die wir alle kläglich vergaben und weiteren unnötigen Fouls platze mir irgendwann der Kragen und ich weckte meine Mannschaft lautstark nochmal für die Schlussviertelstunde auf. Dann wollte ich unbedingt das 2:0, um die Partie zu entscheiden und startete die einzige Kombination des Spiels über Diaz, Luci und mich, die leider nicht zum Erfolg führte. Irgendwann überlistete der eingewechselte Niklas, dann den Keeper mit einem Sonntagsschuss über den Keeper. Danach versuchte Ellerau nochmal alles: Doch entweder der Ball landete im Toraus oder ein Spieler stand im Abseits. Langsam beruhigte ich mich auch und war mir sicher, dass Ellerau hier noch 20 Minuten Nachspielzeit bekommen könnte und kein Tor mehr machen würde. Als unser Coach immer wilder an der Außenlinie mit den Armen fuchtelte, weil der Schiri so lang nachspielen ließ, pfiff er endlich ab. Noch schnell Shakehands mit dem Schiri und erst einmal etwas trinken, weil die Kehlen trockener waren, als die Wüste Gobi.

Feierlichkeiten: Natürlich haben wir den dritten Sieg in Folge verdient und so stimmten wir ein „Europapokaaaal“ an. Die Kiste ging auf den Coach! Prost!

Euer Spielmacher

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